»Bethel in der NS-Zeit - Die verschwiegene Geschichte«

Dr. Barbara Degen liest aus ihrem neuen Buch. Lesung mit anschließender Diskussion.

 
     
 

Bethel in der NS-Zeit - Die verschwiegene GeschichteDas Buch beschäftigt sich mit den Widersprüchen zwischen Anpassungsstrategien und der Auflehnung durch Hilfe und Menschlichkeit.

Es ist ein Buch, das wehtut, weil es an die Kernfragen des Nationalsozialismus rührt: Wieso starben so viele Kinder in den von Bodelschwingh'schen Anstalten bei Bielefeld, mussten Pfleglinge und Patientinnen Hunger leiden? Warum wurde diese Geschichte bis heute nicht aufgearbeitet?

Die Anstalt hatte sich seit ihrem Bestehen den Grundsätzen von Liebe, Fürsorge, Barmherzigkeit und Mütterlichkeit verpflichtet gefühlt. In der NS-Zeit wurden diese christlichen Grundwerte in ihr Gegenteil verkehrt, die Mütterlichkeit der pflegenden Frauen "enteignet". Auch die Hierarchie zwischen den Geschlechtern spielte dabei eine nicht unerhebliche Rolle.

Der alltägliche Widerstand gegen diese Unmenschlichkeit, insbesondere durch die Mütter der Kinder und die Diakonissen, verhinderte, dass nicht noch mehr Opfer zu beklagen sind und dass die Anstalt überleben konnte.

Datum: Sonntag, 19.10.2014, 11:30 Uhr

Ort: Haus der Frauengeschichte Bonn, Wolfstr. 41, 53111 Bonn

Eintritt: 7 €, erm. 5 €
Kostenfrei für Mitglieder des HdFG-Fördervereins Baustein FrauenGeschichte e.V..

Anmeldung erbeten unter 0228-98 143 689

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PRESSEINFORMATION, Haus der FrauenGeschichte, 05.10.2014