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HdFG Bonn
Informationen und Meinungen aus dem Haus der FrauenGeschichte

Mai 2013

Zukunft in der Erinnerung: Auschwitz darf sich nie wiederholen! Schülerinnen und Schüler der Städt. Gesamtschule Nettetal berichten im Haus der FrauenGeschichte

Zum Abschluss einer Studienfahrt, die Schülerinnen und Schüler der 13. Klasse zusammen mit ihrer Lehrerin Julietta Breuer, OStRín, in das Vernichtungslager Auschwitz führte, berichteten sie im Haus der FrauenGeschichte über ihre Erfahrungen und dokumentierten sie in einer Text- und Bild-Collage mit rund 180 Folien, einem Kurzfilm von Niklas Thelemann und einem Fotobuch von Tasmin Hendricks.

Zukunft in der Erinnerung: Diskussionsrunde zur Frage: Was bedeutet uns Auschwitz heute? (Foto: H. Pfeffer)

Julietta Breuer wörtlich: "Auschwitz besuchen heißt, erinnern, um die Schülerinnen und Schüler stark zu machen, in ihrem eigenen Leben nach Möglichkeit überall da selber zu handeln, wo die Menschenwürde missachtet wird. Grausamkeiten wie in Auschwitz dürfen sich nie wiederholen. Es gilt, unseren entschiedenen Widerstand entgegenzusetzen."

Die Studienfahrt wurde in Zusammenarbeit mit der Stiftung "Erinnern Ermöglichen" in Düsseldorf und dem Haus der FrauenGeschichte vorbereitet. In Auschwitz traf die Schulgruppe mit NRW- Schulministerin Sylvia Löhrmann, weiteren SchülerInnen aus Krefeld und Kerpen und der Unternehmerin und Stifterin Roswitha Bethe aus Bergisch Gladbach zusammen.

Die Dokumentation soll anderen Schulen Anregungen geben und zu einer lebendigen Erinnerungskultur beitragen. Sie ist noch mehrere Monate im Haus der FrauenGeschichte in der Bonner Altstadt, Wolfstraße 41, jeweils mittwochs während der Öffnungszeiten 10-15 Uhr oder nach Anmeldung Tel. 0228-98143689 zu sehen

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Elisabeth-Selbert-Schule, Bonn, besucht Haus der FrauenGeschichte: Auch in einer demokratischen Gesellschaft müssen Frauen um Gleichberechtigung und Gleichwertigkeit kämpfen.

Nicht immer hatten Frauen das Wahlrecht, durften studieren, konnten in einem selbst gewählten Beruf tätig sein. Die Anfänge reichen in Deutschland gerade 100 Jahre zurück. Bis heute sind die Gleichberechtigung und Gleichwertigkeit der Geschlechter nur teilweise erreicht.

Schülerinnen (11.Klasse) der Elisabeth-Selbert-Gesamtschule Bonn-Bad Godesberg führten vom 08. - 12.04.2013 unter Leitung ihrer Lehrerin Dr. Ulricke Klens eine Projektwoche im Haus der FrauenGeschichte durch. Anlass ist die Dauerausstellung "Frauen - Lebensbilder durch die Geschichte", in denen Frauen in ihrem Einsatz für die Grundsätze einer demokratischen Gesellschaft dargestellt werden. In dem Projekt sollten die Schülerinnen Frauen kennenlernen, die für ihre Rechte gekämpft haben, indem sie sich querstellten, sich politisch engagierten oder aus der traditionellen Frauenrolle ausbrachen.

Mit dieser Vorgabe erarbeiteten die Schülerinnen aus unterschiedlicher Sicht Beiträge zu Olympe de Gouges, Waris Dirie, Alice Schwarzer, Seyran Ate, Malala Yousafzai und Johanna Elberkirchen. [weiterlesen]

Sch�lerinnen der Elisabeth-Selbert-Schule besuchen das Haus der FrauenGeschichte   Foto: von links nach rechts: Lehrerin Dr. Ulrike Klens u. Professorin Annette Kuhn, Liselotte Pfeffer, HdFG (im Hintergrund) u. Schülerinnen der Projektgruppe. (Foto: H. Pfeffer)
Dorothea Schemme
Kurzrezension der Neuerscheinung

Jürgen Nürnberger/ Dieter G. Maier: Josephine Levy-Rathenau: Frauenemanzipation durch Berufs-beratung. Jüdische Miniaturen Band 137 (Hrsg. Hermann Simon). Hentrich & Hentrich Verlag Berlin. Centrum Judaicum. Berlin 2013

Josephine Rathenau entstammte einer angesehenen, liberal-aufgeklärten und sozial engagierten Familie des jüdischen Bürgertums. Durch ihr Engagement in der ersten deutschen Frauenbewegung erlangte sie überregionale Bekanntheit und Anerkennung. "Bis zu ihrem frühen Tod widmete sie sich wegweisend dem Aufbau der Berufsberatung für Frauen und Mädchen. Sie gründete verschiedene Organisationen mit und leitete u.a. die Auskunftsstelle für Frauenberufe', das Kartell der Auskunfts-stellen für Frauenberufe" sowie das Frauenberufsamt des Bundes der Deutschen Frauenvereine'. Levy-Rathenau gab die Zeitschrift Frauenberuf und -erwerb' heraus und veröffentlichte neben drei Büchern zahlreiche Aufsätze zur Frauenarbeit und Berufsberatung. Während des ersten Weltkrieges war sie Vorsitzende des Berliner Nationalen Frauendienstes', um die staatliche Fürsorgearbeit zu ergänzen, und engagierte sich danach als eine der ersten Frauen als Stadträtin und Bezirksverordnete in der Berliner Stadtverwaltung. () Während der NS-Zeit totgeschwiegen ist Josephine Levy-Rathenau heute nahezu vergessen" . Es ist das Verdienst zweier Autoren der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit, ihr Leben und Werk wieder in Erinnerung zu rufen.

Die vollständige Rezension lesen sie unter http://www.hdfg.de/archiv/levy_rathenau.html

Abb. Josephine Levy-Rathenau: HdBA Bericht 05, S. 73 (Hochschule der Bundesagentur für Arbeit)

Termine
 

5. Mai Matinée um 11.30 Uhr im Haus der FrauenGeschichte

Bettine von Brentano, verheiratet von Arnim – eine Rebellin?

Matinée - Lesung, Musik und Diskussion.
Veranstaltung aus der Reihe: Frauen-Biographie-Kreativ
Referentin: Professorin Dr. Ute Büchter-Römer
Moderation: Professorin Dr. Annette Kuhn

Bettine von Arnim (1785 – 1859), Mutter von sieben Kindern, politische Schriftstellerin, Musikerin, stand im Mittelpunkt der gesellschaftlichen Bewegungen ihrer Zeit. Klavierwerke und Lieder von ihr und ihren Zeitgenossinnen Fanny Hensel, Clara Schumann, Johanna Kinkel und Josefine Lang führen uns an diese Generation von Rebellinnen heran.

Dr. Ute Büchter-Römer, Professorin an der Universität Köln, ist durch ihre musikwissenschaftlichen Veröffentlichungen weit bekannt. Vor allem sind ihre Biographien zu der Komponistin Fanny Mendelssohn-Hensel und der Jazz-Professorin Ilse Storb wie auch ihre Bücher zu Spitzenkarrieren von Frauen (2011) und Spitzenkarrieren von Männern (2012) zu nennen.

Eintritt: 5€

Um Anmeldung wird gebeten unter E-Mail-Kontakt zum HdFG info [at] hdfg.de

9. Juni Matinée um 11.30 Uhr im Haus der FrauenGeschichte

Was hat das mit Politik zu tun?

Matinée - Lesung, Musik und Diskussion.
Veranstaltung aus der Reihe: Frauen-Biographie-Kreativ
Referentin: Professorin Dr. Ute Büchter-Römer
Moderation: Professorin Dr. Annette Kuhn

Künstlerinnen, Musikerinnen und Schriftstellerinnen haben sich zu allen Zeiten durch ihre Werke und auch durch ihren Lebensentwurf in die Gesellschaft, in den Diskurs eingemischt. Viele von ihnen haben durch diese Einmischung Widerstände und Ausgrenzungen erfahren.

An diesem Sonntag soll unter dem Aspekt Leben und Werk der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff dargestellt werden, eine Dichterin, die auch komponierte und letztlich ausgegrenzt blieb. Eingeblendet werden auch mit Musikbeispielen Clara Schumann und Fanny Hensel, geb. Mendelssohn-Bartholdy.

Eintritt: 5€

Um Anmeldung wird gebeten unter E-Mail-Kontakt zum HdFG info [at] hdfg.de

Infos zu all unseren Veranstaltungen finden Sie unter www.hdfg.de/termine.php.

 
500 f�r die FrauenGeschichte
 

Um zu garantieren, dass das Haus der FrauenGeschichte sich auch weiterhin behaupten und auf soliden Bausteinen stehen kann, sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen. Daher haben wir mit der Eröffnung des Hauses unsere Mitgliederwerbekampagne "500 für die Frauengeschichte" gestartet, deren Ziel es ist, 500 FörderInnen zu gewinnen, die durch einen regelmäßigen Beitrag das Bestehen unseres Hauses sichern. Als Mitglied haben Sie freien Eintritt ins HdFG und zu allen Veranstaltungen.

Machen Sie mit und sichern Sie mit 5€ monatlich den Bestand des Hauses der FrauenGeschichte!

 
     
Förderverein BausteinFrauenGeschichte e.V.

Die Beitrittserkärung zum Förderverein BausteinFrauenGeschichte e.V. kann direkt im Adobe Reader ausgefüllt werden. Bitte schicken Sie sie unterschrieben an:

BausteinFrauenGeschichte e.V.
z.Hd. Frau Lilo Pfeffer
Wolfstr. 41
53111 Bonn

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Wir danken Ihnen herzlich für Ihre Unterstützung!

 
Öffnungszeiten / Führungen

Öffnungszeiten u. Führungen: Jeden Mittwoch von 10.00 bis 15.00 Uhr ist unser Haus für Sie geöffnet. Hausführungen mittwochs 11.00 Uhr kostenfrei. Es führt Prof'in Dr. Annette Kuhn.

An jedem letzten Samstag des Monats um 15:00 Uhr führt Dr. Barbara Degen durch die Dauerausstellung. An allen Führungstagen hat das Haus zwei Stunden geöffnet, so dass nach der Führung Gelegenheit zu einem eigenem Rundgang, dem Besuch der Bibliothek oder des Matri-Shops besteht. Wir freuen uns auf Ihr Kommen! Um Anmeldung wird gebeten unter E-Mail-Kontakt zum HdFG info [at] hdfg.de. (Führungen außerhalb dieser Zeiten auf Anfrage)

Eintritt:
  • Kinder und Jugendliche bis einschl.10 Jahre: Eintritt frei
  • Einzelticket normal: 3,50 Euro
  • Einzelticket ermäßigt*: 2,50 Euro *(SchülerInnen, Studierende,
    InhaberInnen Bonn-Ausweis, Menschen mit Behinderung)
  • Gruppenticket (3-5 Personen): 10,00 Euro
  • Gruppenticket ermäßigt (3-5 Personen): 8,00 Euro
  • InhaberInnen KulturCard (Einzelticket): 3,00 Euro
  • InhaberInnen KulturCard (Gruppenticket 3-5 Personen): 7,00 Euro
  • Mitglieder Förderverein HdFG: Eintritt frei
Kontakt

Annette-Kuhn-Stiftung, Wolfstr. 41, 53111 Bonn,
Tel.: +49 (0)228-98 143 689 (während der Öffnungszeiten)
E-Mail-Kontakt zum HdFG info [at] hdfg.de, www.annette-kuhn-stiftung.de / www.hdfg.de

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https://www.facebook.com/Haus.der.FrauenGeschichte
Impressum

»Informationen und Meinungen« werden herausgegeben von der Annette-Kuhn-Stiftung als Trägerin des Hauses der FrauenGeschichte, 53111 Bonn, Wolfstr. 41. Verantwortlich: Stiftungsvorstand Professorin Dr. Annette Kuhn, Redaktion: H. Pfeffer, E-Mail-Kontakt zum HdFG h.pfeffer [at] netcologne.de, mob. 0173-522 5873

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