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HdFG Bonn
Informationen und Meinungen aus dem Haus der FrauenGeschichte

November 2012

Prof. Dr. Annette Kuhn erhält den Hauptpreis der Stiftung Else Mayer für ihr Lebenswerk

Die Stiftung Else Mayer hat Annette Kuhn für Ihr Lebenswerk geehrt.

Die Auslobungsfeier fand am 16.11.2012 im Haus des Cusanuswerks in Bonn statt. In ihrer Laudatio beschrieb Ulrike Frontzek den Werdegang von Prof. Dr. Annette Kuhn, die die erste Professur für historische Frauenforschung innehatte, und würdigte ihren herausragenden wissenschaftlichen Beitrag. Mit ihrer provokativen Sichtweise und ihrer Arbeit an der der Überwindung der tradierten Trennung von Wissenschaft und Weiblichkeit sowie der Begründung einer kritisch-feministischen Erkenntnistheorie habe sie einen außergewöhnlichen Beitrag zur historischen Frauenforschung geleistet. Als wissenschaftliche Mentorin habe Professorin Kuhn zudem viele Projekte auf den Weg gebracht, um Frauenleistungen in der Geschichte sichtbar zu machen.

»Trotz der Fortschritte bleibt in unseren patriarchalisch geprägten Gesellschafts- ordnungen noch sehr viel zu tun, um den Frauen auf der ganzen Welt, in den unterschiedlichsten Kulturen zu mehr Bewusstsein und zu Gleichstellung zu verhelfen. Ihnen, sehr geehrte Frau Prof. Kuhn, haben wir einen großen Schritt in diese Richtung zu verdanken und deshalb möchten wir Sie heute hier ehren und mit dem Hauptpreis der Else Mayer Stiftung auszeichnen.« schloss Laudatorin Ulrike Frontzek ihre Ansprache.

Die Stiftung Else Mayer wurde 2005 nach der Auflösung des katholischen Erlöserbundes in Bonn zur Wahrung seines Angedenkens gegründet. Sie verfolgt den ursprünglichen Zweck der Ordensgemeinschaft: Die Stiftung unterstützt Studierende, Begabte und sozial Schwache und vergibt Preise. Die Schwesterngemeinschaft hatte es sich ursprünglich zum Auftrag gemacht, Ziele der Frauenbewegung zu verwirklichen. Sie setzte sich für die Themen Frauenwohl und -bildung ein, um die gesellschaftliche Stellung der Frau zu stärken.

Neben Prof. Dr. Kuhn wurde Marie Christine Kajewski mit einem Preis für ihre Dissertation zum Thema »Wahrheit und Demokratie« ausgezeichnet sowie der Verein TuBF, Therapie und Beratung von und für Frauen, für soziales Engagement (entgegengenommen für das Team von Frau Koczulla).

Prof. Dr. Annette Kuhn mit Ulrike Frontzek und Dr. Herbert Mohr-Mayer aus dem Stiftungsvorstand

Prof. Dr. Annette Kuhn mit Ulrike Frontzek und Dr. Herbert Mohr-Mayer aus dem Stiftungsvorstand

Künftige Partnerschaft: Stiftung »Erinnern Ermöglichen« Düsseldorf und Haus der FrauenGeschichte Bonn

Im Rahmen einer neuen Partnerschaft wird die Stiftung »Erinnern Ermöglichen« auch Studienfahrten fördern, die über das Haus der FrauenGeschichte Bonn zu Gedenkstätten ehemaliger Vernichtungslager organisiert werden. Dies erklärte Dr. Claudius Rosenthal, Düsseldorf, stellv. Vorsitzender der Stiftung bei einem Treffen mit Professorin Dr. Annette Kuhn in Bonn.

Das Haus der FrauenGeschichte kann ab 2013 Schul- und Studierendengruppen darin unterstützen, frauengeschichtliche Aspekte im Kontext mit der Verfolgung insbesondere jüdischer Mitbürgerinnen unter der Nazi-Diktatur stärker in den Blick zu nehmen.

Die damit verbundenen Kosten können bei Bewilligung einer Studienfahrt nach Auschwitz von der Stiftung »Erinnern Ermöglichen« übernommen werden. Einzelheiten dazu sind in einem Merkblatt »Förderung von Studienfahrten« über www.erinnern-ermoeglichen.de abrufbar, ebenso ein Antragsformular.

Förderungsfähig sind Studienfahrten von Schülerinnen- und Schüler-Gruppen sowie Gruppen von Studierenden im Alter bis 30 Jahren. Das Haus der FrauenGeschichte bietet eine Vorbereitung auf die Studienfahrt sowie eine Unterstützung bei der anschließenden Dokumentation an. In diesem Fall ist der Antrag auf Förderung der Studienfahrt im Haus der FrauenGeschichte einzureichen.

Dr. Claudius Rosenthal, Stiftung »Erinnern Ermöglichen« aus Dsüseldorf (Foto links) vereinbarte mit Professorin Dr. Annette Kuhn eine Partnerschaft bei der Vermittlung der Erinnerungskultur.

Dr. Claudius Rosenthal, Stiftung »Erinnern Ermöglichen« aus Düsseldorf (Foto links) vereinbarte mit Professorin Dr. Annette Kuhn eine Partnerschaft bei der Vermittlung der Erinnerungskultur.

Das Haus der FrauenGeschichte bekommt großen Zuspruch von BesucherInnen

»Für mich war es eine bewegende Zeitreise und Rückbesinnung auf die eigene Vergangenheit. Verblüfft war ich und erfasst von tiefer Hoffnung ging ich zurück ins Büro.« Dies schrieb uns Dr. L.T.W. aus Bonn nach ihrem Besuch im Haus der FrauenGeschichte. Weiter: »Dazu trug Hannah Arendts Spruch noch erheblich bei (siehe nachfolgend, d. Red.). Durch Ihr Haus weht ein ganz besonderer Geist. Ich würde ihn souverän jüdisch empathisch nennen.«

Danke sagt das Haus der FrauenGeschichte für diese ermutigenden Zeilen. Und immer gern willkommen!

Hannah Arendt

»Ich bin in der Tat der Meinung, dass das Böse immer nur extrem ist, aber niemals radikal, es hat keine Tiefe, auch keine Dämonie. Es kann die ganze Welt verwüsten, gerade weil es wie ein Pilz an der Oberfläche weiterwuchert. Tief aber und radikal ist immer nur das Gute.« Hannah Arendt

     

»500 für die FrauenGeschichte« · Mitgliederwerbekampagne 2012

Liebe Leserin und lieber Leser unseres Newsletters!

Bei der Eröffnung unseres Hauses der FrauenGeschichte in Bonn haben wir unsere Mitglieder-Werbekampagne »500 für die FrauenGeschichte«, aufgerufen. Mit einem Mitgliedsbeitrag von monatlich nur 5 € können auch Sie mithelfen, für unser Haus ein sicheres Finanzierungsnetz zu spannen. Die eingehenden Mitgliedsbeiträge fließen in voller Höhe dem Haus der FrauenGeschichte zu, um eine ansprechende Ausstattung zu ermöglichen, die Installation moderner Technik zu tragen und notwendige Kosten aufzufangen. Von Zeit zu Zeit werden die Mitglieder über die Verwendung ihrer Beiträge informiert.

Unser Haus der FrauenGeschichte hat seit seiner Eröffnung Ende September 2012 einen regen Zuspruch erfahren. Besucherinnen und Besucher jeden Alters, Gruppen von Frauen, Politikerinnen und Politiker, engagierte Jugendliche und Schulgruppen erlebten mit großem Interesse unsere frauengeschichtliche Ausstellung und sparten nicht mit Beifall.

Darum sagen auch Sie Ja zu unserer Mitglieder-Werbeaktion und werden Sie Mitglied in unserem Förderverein der Annette-Kuhn-Stiftung für das Haus der FrauenGeschichte »Baustein FrauenGeschichte e.V.«. Wir freuen uns auf Ihre Beitrittserklärung und sagen Ihnen: Herzlich Willkommen und Dank.

Fröderverein BausteinFrauenGeschichte e.V.

Die Beitrittserkärung zum Förderverein BausteinFrauenGeschichte e.V. kann direkt im Adobe Reader ausgefüllt werden. Bitte schicken Sie sie unterschrieben an:

BausteinFrauenGeschichte e.V.
z.Hd. Frau Lilo Pfeffer
Wolfstr. 41
53111 Bonn

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Wir danken Ihnen herzlich für Ihre Unterstützung!

Öffnungszeiten / Führungen

Öffnungszeiten: Mittwoch 10.00 bis 15.00 Uhr. (Führungen, auch außerhalb dieser Zeiten, nach Vereinbarung)

Eintritt: Erwachsene 3,50 Euro, Gruppen (3 bis 5 Personen) 10.00 Euro

Kontakt

Annette-Kuhn-Stiftung, Wolfstr. 41, 53111 Bonn,
Tel.: +49 (0)228-98 143 689 (während der Öffnungszeiten)
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Impressum

»Informationen und Meinungen« werden herausgegeben von der Annette-Kuhn-Stiftung als Trägerin des Hauses der FrauenGeschichte, 53111 Bonn, Wolfstr. 41. Verantwortlich: Stiftungsvorstand Professorin Dr. Annette Kuhn, Redaktion: Myriam Schlupp, myriam.schlupp@hdfg.de

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